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Wide Angle

WIDE ANGLE
Nadia Galbiati – Enrico Pietracci

Vernissage: Mittwoch 23. Juni, 18-21h, beide Künstler anwesend.
Ausstellung läuft bis 23. Juli 2021

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WIDE ANGLE
Nadia Galbiati – Enrico Pietracci

Vernissage: Mittwoch 23. Juni, 18-21h, beide Künstler anwesend.
Ausstellung läuft bis 23. Juli 2021

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Ausarbeitungen von urbanen Fotografien und skulpturale Extrapolationen von architektonischen Räumen sind die Protagonisten der Ausstellung WIDE ANGLES der italienischen Künstler Nadia Galbiati und Enrico Pietracci, die in den Ausstellungsräumen der Galerie Luisa Catucci in Berlin Schillerkiez-Neukölln zu sehen ist. 


Nadia Galbiati, Bildhauerin aus Mailand, stützt ihre Forschung auf die Untersuchung von Winkeln in der zeitgenössischen Architektur und deren fundamentale Rolle bei der Definition eines physischen Raumes, wobei sie die Beziehung zwischen leerem Raum und Material als Grundlage nimmt.  Ihre Skulpturen sind das synthetische Ergebnis der analytischen Beobachtung dieser Winkel, in Bezug auf die Volumen und Linien in städtischen Räumen und Architekturen – mit einer Vorliebe für die rationale Architektur der 1930er Jahre. Indem Galbiati die urbane Landschaft und die Makrostrukturen der Gebäude in Skulpturen und gravierte Metallplatten von relativ kleinen Dimensionen umdeutet, schafft er einen neuen Typus von Raum – der ein wenig an El Lissitzky und die Bauhaus- und konstruktivistischen Bewegungen erinnert -, in dem dem Betrachter plötzlich die taoistische Balance zwischen voll und leer, fest und luftig bewusst wird.

Der in Berlin lebende Fotograf Enrico Pietracci zeigt Arbeiten aus seiner Serie von urbanen Fotoextrapolationen mit deutlichem neoplastischem Einfluss. Indem Pietracci einige Pixel seiner Weitwinkelfotografien von Berliner Gebäuden streckt, entstehen starke Bilder, in denen – wie im De Stijl-Moment – das Grundprinzip der Geometrie der geraden Linie, des Quadrats und des Rechtecks, kombiniert mit einer starken Asymmetrie, mit der vorherrschenden Verwendung von reinen Unifarben und der Beziehung zwischen positiven und negativen Elementen in einer Anordnung von ungegenständlichen Formen und Linien, unangefochten herrscht. Die einfarbige Oberfläche der aufgespannten Pixel bildet einen faszinierenden Kontrast zu den vielen Details der rein fotografischen Elemente, die reich an Spuren von Menschlichkeit sind und das Werk auf eine cyber-metaphysische Ebene transportieren.

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